| 2007-03-03 Vergewaltigungsprozess: Aussage nicht verwertbar, weil Dolmetscherin nicht vereidigt war? In Mainz steht ein 49-jähriger Arzt vor Gericht, der seine Stieftochter in zwölf Fällen sexuell genötigt haben soll. Die Allgemeine Zeitung schreibt dazu: Folgen hat ein Patzer der Kammer unter dem
Vorgänger des derzeitigen Vorsitzenden Lorenz: Dieser hatte
zugestimmt, dass bei der umfassenden gutachterlichen Befragung der
20-Jährigen eine nicht allgemein vereidigte Dolmetscherin
hinzugezogen wurde.
Die Verteidigung engagierte daraufhin selbst einen – vereidigten – Dolmetscher, der Übersetzungsfehler entdeckte. Die ursprüngliche Dolmetscherin habe ihre eigene Meinung eingebracht, selbst Fragen gestellt und nur vage gedolmetscht. „Daraus wird das Gericht Konsequenzen ziehen müssen“, so die Verteidiger. [Text: Richard Schneider. Quelle: Rhein Main Presse, 2007-02-02. Bild: Richard Schneider.] www.uebersetzerportal.de |
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