2004-03-26
VdÜ fordert Verdreifachung der Honorare für Literaturübersetzer
Auf der Leipziger Buchmesse hat der VdÜ (Verband deutschsprachiger Übersetzer) erneut eine bessere Bezahlung der Literaturübersetzer gefordert. Vorstandsmitglied Gerlinde Schermer-Rauwolf erklärte, dass entsprechende Verhandlungen auf der Basis des im Juli 2002 in Kraft getretenen neuen Urheberrechts mit den Verlegerverbänden nach drei Runden gescheitert seien. Deshalb habe der VdÜ beim Kammergericht Berlin ein Schlichtungsverfahren eingeleitet.
    Die meisten der 1.700 Literaturübersetzer in Deutschland müssen nach VdÜ-Angaben mit rund 12.000 Euro im Jahr auskommen. Angemessen und erstrebenswert sei jedoch das Gehalt eines Verlagslektors, dessen Tätigkeit mit der des Übersetzers verwandt und vergleichbar sei. (Lektoren verdienen rund 45.000 Euro pro Jahr.) Nach Schermer-Rauwolf sollte sich die Vergütung der Übersetzer aus einem festen Seitenhonorar und einem erfolgsbezogenen Anteil am Nettoverkaufspreis zusammensetzen.
    Den VdÜ finden Sie im Internet unter www.literaturuebersetzer.de.

Link zum Thema
2003-08-06 Verhandlungen zur Vergütung der Literaturübersetzer gescheitert

[Text: Richard Schneider. Quelle: dpa, 2004-03-25. Bild: VdÜ.] www.uebersetzerportal.de