| 2005-03-27
„Die Wahrheit braucht keine Übersetzung“ – Die Dolmetscherin mit Nicole Kidman ab April in den Kinos Mehrfach wurde der geplante Kinostart verschoben, im April ist es nun so weit: Die Dolmetscherin kommt in die Kinos – und zwar gleichzeitig in den USA und Europa. Eineinhalb Jahre nachdem das Übersetzerportal seine Leser erstmals auf das Projekt mit Nicole Kidman (37) in der Hauptrolle aufmerksam gemacht hat. Die Übersetzung des Originaltitels The Interpreter bereitete dem deutschen Verleih erhebliche Probleme, da den Filmern der Unterschied zwischen einer Dolmetscherin und einer Übersetzerin nicht geläufig war. Mitte Januar meldete dvd-inside.de: UIP [United International Pictures] hat den deutschen Titel des Thrillers "The Interpreter" mit Sean Penn und Nicole Kidman in "Die Dolmetscherin" geändert. Dies ist nun schon die zweite Änderung des deutschen Titels. Ursprünglich sollte der Film hierzulande "Die Übersetzerin" heissen, dann war der Kinostart unter dem englischen Originaltitel geplant.Der Dienst weiß interessante Details aus der Produktion zu berichten: Kidman war außerdem fasziniert vom Leben der UN-Dolmetscher [...]. Dabei gilt ihr Beruf als einer der intellektuell anspruchvollsten und stressigsten überhaupt [...] UN-Dolmetscher müssen rasend schnell mentale Sprünge machen, die höchsten Ebenen kulturellen Wissens und Verstandes erlangen und täglich absolut konzentriert und auf den Punkt arbeiten. Fast ohne Ausnahme handelt es sich um hochintelligente Leute [...] und sie haben eine extrem breitgefächerte Bildung. [...] Die Arbeit in schalldichten Kabinen ist notorisch einsam und verlangt nach einer starken Persönlichkeit [...].Große Teile des Films sind im UNO-Gebäude gedreht worden. Die Dolmetscherkabinen mussten allerdings im Studio nachgebaut werden, um Aufnahmen aus verschiedenen Kameraperspektiven zu ermöglichen. Die Originalkabinen waren dafür viel zu beengt. Hier noch einmal kurz der Ausgangspunkt der Handlung: Sylvia Broome (Nicole Kidman) arbeitet als Dolmetscherin für die Vereinten Nationen in New York. Eines abends belauscht sie zufällig über ihren Kopfhörer zwei Männer, die sich im dunklen Plenarsaal über ein Mordkomplott gegen einen afrikanischen Diktator unterhalten. Das Attentat soll während einer Plenarsitzung durchgeführt werden ... Filmstarts.de spricht von einem „nervenaufreibenden Politkino vom Feinsten“. Erstmals werde „latente Bush-Kritik [...] in einen Unterhaltungsfilm zementiert“. Die Botschaft laute: „Wir vertrauen auf die Vereinten Nationen, um internationale Krisen zu bewältigen.“ Das war wohl auch der Grund dafür, dass die UNO erstmals Dreharbeiten im Plenarsaal zuließ (selbst Alfred Hitchcock hatte man dies nicht gestattet). „Mit seiner Konzentration auf Charaktere und Worte, dem ruhigen Rhythmus und Spannungsaufbau sowie in der Reduktion typischer Actionelemente schuf Sydney Pollack einen Thriller für ein erwachsenes Publikum“, heißt es bei cinema-arthouse.de. Programmkino.de spricht hingegen von einem „vermeintlichen, sehr zurecht gelegten Thriller“. Die Spannung des Films verliere sich in der verwirrenden Komplexität seiner Geschichte. Die Dolmetscherin sei als Thriller daher „eher durchschnittlich“.
In den kommenden Wochen werden in den Kinomagazinen des Fernsehens etliche Appetithäppchen gezeigt, auf die wir in unserer TV-Vorschau hinweisen. UIP bietet im Web den Trailer des Films, Hintergrundbilder und einen Bildschirmschoner an. Kinostart ist in Deutschland am 21. April. Mehr zum Thema im Übersetzerportal
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